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Vielfältige Unterstützungen für kleine Betriebe

Auch kleinere stationäre Handels-, Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe sind heutzutage sehr gut beraten, das Internet zeitgemäß zu nutzen. Diese Erkenntnis ist unter Fachleuten unstrittig. Was nicht heißt, dass jeder gleich einen eigenen Webshop braucht….

Aber ein Google-My-Business-Eintrag, ein kleiner eigener Internet-Auftritt und die Nutzung sozialer Medien sind wirksame Instrumente zur Kundenansprache, über die auch kleine Betriebe verfügen und diese auch regelmäßig nutzen und pflegen sollten.

Dabei geht es neben der Information über die wichtigsten Dinge (Erreichbarkeit, Öffnungszeiten, Waren-/ Markenangebot usw.) insbesondere darum, “Geschichten” über die Firma und die dort Tätigen zu erzählen, um Kundenbindung herzustellen. Menschen interessieren sich für Menschen….

Bund, Land und die Verbände haben eine Reihe kostenloser Beratungs- und Schulungsangebote etabliert, um insb. kleinere Betriebe an diese Instrumente heranuführen. Von Online-Seminaren über persönliche Beratungen bis hin zu Erklär-Videos ist für eine(n) jede(n) Interessierte(n) etwas dabei!

Nachfolgend eine empfehlenswerte Auswahl:

  • NRW-Digitalcoaches
    Individuelle Begleitung von Händlern bei der Digitalisierung ihrer Betriebe. Erfahrene Digitalexperten organisieren Schulungen, begleiten Betriebe dauerhaft und informieren zudem über Fördermöglichkeiten von verschiedensten Stellen. Kostenloses Angebot, gefördert durch das Land NRW.
  • Kompetenzzentrum Handel
    Kostenfreie Workshops, Unternehmersprechstunden, Podcasts zu aktuellen Handelsthemen, Checklisten und Infomaterialien. Getragen vom Handelsverband Deutschland – HDE e.V., finanziert vom Bundeswirtschaftsministrium.
  • ZukunftHandel
    Paket aus Instrumenten und Trainings, das Unternehmen Schritt für Schritt vom klassischen Ladengeschäft (offline) hin zu einem hybriden Betrieb (offline und online) begleitet, es stärken und zukunftsfähig machen will. Der HDE verschickt Informationspakete an Händler, ein telefonischer Support ist in den nächsten Monaten geplant. (Kooperation HDE und Google)
  • Quickstart Online
    Kostenfreies Wissensportal,  rund um das Thema E-Commerce. Wo beginnt man? Welche Art von E-Commerce passt für welchen Händler? In den Onlinekursen vermitteln Experten aus verschiedenen Bereiche die Antworten auf die Fragen (Kooperation von HDE, Amazon u.a.).
  • ECC Web Talks
    Expertenvorträge und “Insights” zu unterschiedlichen Handels- und Digitalisierungsthemen. Angebot des Instituts für den Handel (IFH) in Köln.
  • Händler Helfen Händlern
    Austauschplattform auf LinkedIn mit zwischen über 2700 Händlern.

Der Newsletter des Blogs “Zukunft des Einkaufens” bietet ebenfalls interessante und akuelle Informationen darüber, wie sich das Einkaufen entwickelt, und wie gerade kleinere Unternehmen darauf reagieren können.

Digitalisierung ist nicht Alles…

Corona hat den seit längerem bestehenden Trend zur Verlagerung von Handel und Diensteistungen ins Internet noch einmal deutlich beschleunigt.

Um Besucher in Innenstädte und Einkaufsbereiche wie die Düsseldorfer Straße in Ohligs zu ziehen, müssen in müssen die Besuche als Erlebnis gestaltet werden, um sich gegen Mitbewerber aus der Region oder aus dem Internet positiv zu positionieren. Dies gelingt insb. durch gemeinsame Aktionen der Gewerbetreibenden vor Ort, durch gemeinsame Serviceangebote wie Lieferdienste sowie durch die Kooperation mit der Kulturwirtschaft oder auch den lokalen Bildungseinrichtungen.

Die OWG beschreitet diesen Weg schön länger. Sie ist dabei aber auf die Unterstützung und Kooperation aller Ohligser Händler, Gastronomen und Dienstleister angewiesen. Denn: Nur gemeinsam ist man stark!

Für jedes einzelnes Unternehmen gilt zudem:

Die Stärken des stationären Handels sind insbesondere eine freundliche und abwechslungreiche Gestaltung der Läden und Schaufenster, Kundenfreundlichkeit, Service sowie eine hohe Beratungskompetenz. Dies sind wesentliche Punkte, die es zu halten bzw. auszubauen gilt, um seine Stärken gegenüber dem Onlinehandel auszuspielen und sich abzugrenzen.

Ein interessantes Buch dazu hat Elmar Fedderke veröffentlicht: “Verkaufen, wenn keiner kauft“.

Finanzielle Hilfen für Vereine – Sonderprogramm Heimat 2020

Nicht wenige Vereine kommen durch die Pandemie in Schwierigkeiten. Großveranstaltungen sind verboten, Einnahmen brechen weg, das klassische Vereinsleben ruht größtenteils. Gleichzeitig bleiben die Vereine auf Kosten sitzen, denn Vereinsheime müssen unterhalten, Mieten entrichtet und andere Fixkosten getragen werden.

Genau da setzt das 50 Millionen Euro schwere Sonderprogramm der Landesregierung an. Gemeinnützige Vereine können einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 15.000 Euro beantragen.“

Gemeinnützige Vereine oder Organisationen können zur Überwindung eines durch die Corona-Pandemie verursachten existenzgefährdenden Liquiditätsengpasses beim Land Nordrhein-Westfalen einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 15.000 Euro beantragen. Die Unterstützung richtet sich nach dem tatsächlichen Bedarf.

Die Anträge werden bei den Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen bearbeitet.

Voraussetzung für die Gewährung der Sonderhilfe ist die Vermeidung eines durch die Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpasses, der zu einer Existenzgefährdung in Form einer drohenden Zahlungsunfähigkeit führen könnte. Die existenzbedrohende wirtschaftliche Lage und/oder der finanzielle Engpass muss aufgrund des Wegfalls von Einnahmen und/oder nicht zu verhindernden Ausgaben durch die Corona-Pandemie eingetreten sein.

Geld für gute Ideen in Ohligs. Projektaufruf Post-Corona-Stadt. Ideeneinreichung bis zum 1.10.!

Schon während des Lockdowns zeigte sich, dass in vielen Städten und Gemeinden schnell ein neues Bewusstsein für das Gemeinwesen auf Quartiersebene gewachsen ist. Zahlreiche gemeinschaftliche Aktionen wurden aus der Zivilgesellschaft heraus spontan initiiert, und sie haben durchaus das Potential, die Stadtentwicklungspolitik auch über die Pandemie hinaus positiv zu beeinflussen.

Hier setzt der Projektaufruf “Post-Corona-Stadt” der Initiative Nationale Stadtentwicklung an. Bis zum 1.10.20 muss im Rahmen eines mehrstufigen Entscheidungsprozesses eine Projektskizze eingereicht werden.

Gesucht werden beispielgebende Pilotprojekte, die in Folge der Covid-19-Pandemie zur Verbesserung der Krisenfestigkeit von Stadtteilen und zur Stärkung der Stadt- und Quartiersstrukturen beizutragen vermögen. Kreative Lösungsansätze können einem der folgenden drei krisenrelevanten Themenfelder zugeordnet sein:

  • Themenfeld 1 – solidarische Nachbarschaft und Wirtschaften im Quartier
  • Themenfeld 2 – öffentlicher Raum, Mobilität und Stadtstruktur
  • Themenfeld 3 – integrierte Stadtentwicklungsstrategien unter Berücksichtigung von Resilienzaspekten.

Es stehen innovative Ansätze im Fokus, in denen vor Ort gemeinsam strategische Konzepte und Handlungsprogramme erarbeitet und umgesetzt werden.

Der Kreis der möglichen Antragsteller ist breit. Bewerben können sich neben Kommunen und kommunalen Partnern in Kooperation mit Dritten auch

  • zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen,
  • nicht gewinnorientierte Unternehmen,
  • Genossenschaften,
  • lokale Akteursgruppen,
  • Wohnungsbaugesellschaften,
  • Wohlfahrtsverbände,
  • wissenschaftliche Institutionen sowie weitere
  • Initiatoren / Koordinatoren

mit neuartigen strategischen Ansätzen, Projekten und Maßnahmen zum Umgang mit den Pandemiefolgen.

Als besonders förderungsfähig gelten Projekte, die sich durch stadtgesellschaftliche Diskurse, kooperativ erarbeitete strategische Handlungsprogramme oder gemeinsam realisierte Experimentierfelder und Versuchsaufbauten auszeichnen, und zwar unabhängig davon, ob sie auf Quartiersebene, auf Ebene der Gesamtstadt oder in interkommunaler Zusammenarbeit umgesetzt werden.

Modellprojekte der NSP werden bundesweit diskutiert und schaffen zudem weitere Aufmerksamkeit für die Stadt Solingen und für Ohligs.

Das Stadtteilbüro Ohligs steht gern bereit, um mit Ihnen Ihre Projektidee zu diskutieren und weiterzuentwickeln, und um ggf. mögliche Kooperationspartner zu finden.

Die Förderung erfolgt in einem mehrstufigen Bewerbungs- und Auswahlverfahren:

  1. Bewerbung als Pilotprojekt: (Bewerbungsfrist: 01. Oktober 2020)
  2. Formgebundene Antragstellung der ausgewählten Pilotprojekte bis Mitte Februar 2021.

Für 10 – 15 ausgewählte Pilotprojekte stehen etwa 3,5 Mio Euro zur Verfügung. Die Förderdauer erstreckt sich auf drei Jahre bis Oktober 2023.

Weitere Informationen zum Projektaufruf, zur Antragstellung und zum Spektrum förderfähiger Maßnahmen finden sich hier.